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Lehrlingskoordinator gegen den Fachkräftemangel

Fuer_die_Lehre_brennen Lehrlingskoordinator gegen den Fachkräftemangel

WK-Präsident Walser fordert: „Wir müssen die Lehre in das Zentrum der Wirtschaft rücken.“

Der Fachkräftemangel in Tirol spitzt sich weiter zu. 79 Prozent der Unternehmen klagen über die Flaute am Arbeitsmarkt. Für Christoph Walser, Präsident der Tiroler Wirtschaftskammer, ist die Lehre der beste Weg um mit der Problematik umzugehen. Er fordert: „Wir müssen die Lehre in das Zentrum der Wirtschaft rücken.“
Laut Walser ist es hochproblematisch, dass sich Kinder bereits im Alter von nur 15 Jahren für einen Bildungsweg entscheiden müssen: „Die Lehre muss flexibler werden und Wege für die Zukunft junger Menschen offenlassen. Ein zweiter, praktischer Bildungsweg soll ins System integriert werden. Deutschland hat hier bereits vorgelegt. Der Druck auf Österreich steigt, wir müssen endlich reagieren“, so Walser.

Walser möchte das Bild und die Qualität der Lehre weiter vorantreiben.

Aus diesem Grund wurde David Narr heute als Lehrlingskoordinator der Tiroler Wirtschaftskammer vorgestellt. Narr ist sich seiner Aufgabe im Klaren: „Ich habe selbst eine Lehre gemacht und weiß, dass es immer noch Ressentiments gegen die Lehre gibt. In Wahrheit sind Lehre und Schule gleich gut. Wir wollen alte Bilder brechen und das Image der Lehre, wie auch die Lehre an sich, nachhaltig verbessern.“ Auch die Qualität der Lehre soll aufgewertet werden: „Wir müssen die Lehre qualitativ hochwertiger machen und den höchsten Bildungsstandard gewährleisten. Eine gute Ausbildung ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Leben“, meint Narr.
Laut Dieter Unterberger, Gremialobmann des Tiroler Fahrzeughandels in der Tiroler Wirtschaftskammer, müssen sich speziell Unternehmen den neuen Bedingungen anpassen: „Wir Unternehmer müssen unser Verhalten den Lehrlingen gegenüber ändern. Es geht darum, den Lehrlingen unseren Respekt zu zollen. In unseren Autohäusern hat jeder Standort einen eigenen Lehrlingskoordinator und die jeweilige Geschäftsführung muss genau über ihre Lehrlinge und deren Entwicklung berichten. Das Thema muss ganz einfach zur Chefsache werden.“

Eine gute Ausbildung ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Leben

Narr und Walser kündigten außerdem an, einen Lehrlingsrat installieren zu wollen, der neben bildungspolitische Themen, auch PR und Marketing-Angelegenheiten rund um die Lehre diskutieren und Handlungswege beschließen soll.

Quelle: Wirtschaftskammer Tirol

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