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Ausbildung zur diplomierten Lehrlingsausbilderin

Bildschirmfoto_2019-10-17_um_15.53.46 Ausbildung zur diplomierten Lehrlingsausbilderin

Die Schulung zur diplomierten Lehrlingsausbilderin ist keine Pflicht, doch für Julia Konvicka war es die richtige Entscheidung. Neben ihrem Beruf als Physiklaborantin betreut sie auch Lehrlinge und meint, es sei eine Herausforderung, aber auch eine Freude.

Als Julia Konvicka 2012 ihre Lehre zur Physiklaborantin abschloss, stellte sie sich die Frage, wie es weitergehen soll. Natürlich konnte sie nach abgeschlossener Ausbildung bei Tyrolit ihrer Arbeit nachgehen, doch das war der ehrgeizigen Reitherin zu wenig. Sie merkte, dass sie zu den Lehrlingen einen guten Draht hat und diese immer öfter mit fachlichen, aber auch privaten Fragen zu ihr kamen.

Julia entschied aus mehreren Gründen, eine Ausbildung zur diplomierten Lehrlingsausbilderin zu machen.

Erstens wollte sie die Aufgabe fachlich kompetent erledigen können und in dieser Hinsicht mehr Verantwortung im Unternehmen übernehmen. Dies sollte sie aber nicht daran hindern, ihrem erlernten Beruf nachzugehen. So landete sie 2015 wieder auf der Schulbank und begann die Ausbildung beim Ausbilderforum Tirol, die sie 2018 erfolgreich beenden konnte. Sie ist verantwortlich für die fachliche Ausbildung des Lehrberufs Physiklaborantin und eine von sechs diplomierten Lehrlingsausbildern bei Tyrolit.

Verantwortung tragen

Die Schulung zur diplomierten Lehrlingsausbilderin ist in viele Teilbereiche gegliedert und deckt das gesamte Spektrum der Lehre ab. „Vor allem freut es mich, dass ich eine Art Führung erlernen konnte“, meint Konvicka. Die Lehrlinge seien nämlich gleichzeitig auch ihre Arbeitskollegen, daher könne die Grenze zwischen Lehrling, Ausbilder und Freund etwas verschwimmen. „Seit meiner Ausbildung kann ich besser einschätzen, wo hier die Grenzen zu setzen sind“, erklärt Konvicka. Auch in den Bereichen Kommunikation und Umgang mit Jugendlichen konnte sich die Physiklaborantin verbessern. „Man bekommt als Ausbilderin die gesamte Jugendzeit der Lehrlinge mit: vom ersten Freund über den Führerschein bis zum Abschluss der Ausbildung.“ Man müsse sich immer wieder vergegenwärtigen, welche Verantwortung man trägt, meint Konvicka. Die Schulung zur diplomierten Ausbilderin habe sie zusätzlich für dieses Thema sensibilisiert.

Richtige Koordinaten

Für eine gelungene Lehre sei aber nicht bloß sie als Ausbilderin verantwortlich. Hier spielen mehrere Faktoren eine Rolle. „Die Jugendlichen sollten sich für die richtige Lehre entscheiden, und das ist nicht ganz einfach“, meint Julia Konvicka. Zudem müssen nach dem Antritt der Lehre viele Dinge zusammenspielen, damit die Ausbildung richtig gelingt: „Sowohl die Einstellung des Jugendlichen als auch jene seiner Eltern ist wichtig“, ist sich Julia Konvicka sicher. Außerdem müsse das Unternehmen Stabilität und Verständnis bieten. Bei Tyrolit sei dies definitiv der Fall: „Das tolle Teamgefühl, das unter unseren 35 Lehrlingen im Betrieb besteht,  unterstützt hierbei das herrschende gute Arbeitsklima.“ Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Lehre ist auch die Kompetenz der Ausbilder. „Doch neben dieser sind Freude und Leidenschaft bei der Arbeit mindestens ebenso wichtig“, weiß Julia Konvicka.

Ausbilderforum Tirol

1. Weiterbildung von LehrlingsausbilderInnen

  • Jährliches Weiterbildungsprogramm
  • Maßgeschneiderte branchen- oder betriebsspezifische Schulungen
  • Bildungsnachweis im Rahmen des Weiterbildungspasses für LehrlingsausbilderInnen
  • Auszeichnung zur/zum „Diplomierten LehrlingsausbilderIn“

2. Vernetzung von LehrlingsausbilderInnen

  • Jährlicher Tiroler LehrlingsausbilderInnen- Kongress
  • Regionale AusbilderInnen-Stammtische
  • Informationsplattformen

Nähere Infos : www.ausbilderforum.at und www.facebook.com/ausbilderforum

Quelle: Lehre in Tirol 2020

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