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Richtig entschieden! Lehre als Koch

Lehrberuf_Koch Richtig entschieden! Lehre als Koch

Weltklasse

Mit 15 Jahren wirft Celino seine Bildungspläne kurzerhand über Bord und entscheidet sich überraschend für die Lehre zum Koch. Die Bilanz: kulinarische Kreativität, Jobangebote aus ganz Europa und ein Weltmeistertitel.  Für seine 22 Jahre hat Celino schon viel erlebt: Nach seiner Lehrzeit in Innsbruck arbeitete der Innsbrucker einige Jahre im Hangar 7 bei Red Bull und kocht derzeit im Vier-Sterne-Hotel Schweizerhof in Kitzbühel auf.

Internationale Karriere

Die Sommersaison verbringt Celino noch in Tirol, dann verschlägt es ihn wieder weiter: „Ich möchte gerne nach Portugal, um das Land und die Küche dort kennen zu lernen. Aus meiner Zeit im Hangar habe ich Kontakte zu österreichischen Küchenchefs vor Ort“, erzählt Celino. Als ausgebildeter Koch aus Österreich ist er international gefragt und erhält weltweit Anfragen: „Neben den Schweizern und Franzosen zählen Österreicher zu den besten Köchen in Europa. Die Nachfrage ist groß – bewerben muss ich mich also nicht“, erklärt der Tiroler.

Erfolge des österreichischen Koch-Jugendnationalteams

Nicht ganz unbeteiligt am internationalen Interesse sind mit Sicherheit auch die Erfolge des österreichischen Koch-Jugendnationalteams, dem Celino angehört. Die Krönung: der Sieg der Weltmeisterschaft in Luxemburg. „Die Wettbewerbe waren eine große Herausforderung – wir haben Tag und Nacht gekocht, unsere Freizeit und Urlaube dafür investiert und unser Bestes gegeben“, blickt Celino heute stolz zurück. Mit ihren Wettbewerbserfolgen hat das Jugendnationalteam das kulinarische Österreich noch bekannter gemacht: „Ich bekomme unzählige Nachrichten von Leuten aus aller Welt, die gerne als Koch nach Österreich kommen wollen“, weiß der Tiroler.

Kreativjob Koch

Sein Talent und seine Leidenschaft fürs Kochen hatte Celino nur zufällig entdeckt. Eigentlich wollte er die HTL für Kunst machen, im Sommer vor Schulbeginn machte er aber noch ein Praktikum in der Küche des Hotel Europas. Der Funke sprang sofort über: Celino gefiel es so gut, dass er sich gegen die HTL und für eine Lehre zum Koch entschied. Seine Entscheidung überraschte Familie und Freunde, verwundert rückblickend aber wenig: „Celino hat schon als kleiner Bub immer so gerne mit Oma und Opa in der Küche mitgeholfen. Mit seiner Uroma hat er oft Teige gerührt und Kuchen gebacken“, erzählt Oma Hannelore.

Entscheiden müssen die Kinder dann selbst – ganz egal ob Schule, Uni oder Lehre

Dass Celino einmal einen kreativen Beruf ergreifen würde, lag für Hannelore auf der Hand – nur mit der Kochlehre hatte niemand gerechnet. Über die Zukunft wurde in der Familie immer offen geredet. „Entscheiden müssen die Kinder dann selbst – ganz egal ob Schule, Uni oder Lehre“, so Hannelore. Sie selbst führte einen Friseursalon und sieht in der Lehre viele Chancen: „Mit einem Lehrberuf kann man immer etwas machen im Leben. Wir sind eine Handwerksfamilie – wir sind alle zufrieden und es geht uns gut“, erzählt die Innsbruckerin.

Dass ihr Enkel erfolgreich seinen Weg geht, macht sie stolz: „Er ist ein feiner, fleißiger Bub und kann als Koch richtig kreativ sein – er macht ja nicht nur Schnitzel“, lacht Hannelore. Nur wenn Celino zuhause auf Besuch ist, dann kocht noch immer die Oma.

„Neben den Schweizern und Franzosen zählen Österreicher zu den besten Köchen in Europa. Die Nachfrage ist groß – bewerben muss ich mich also nicht.“

Drei Fragen an Celino

Warum bist du gerne Koch?

Jeder Tag ist abwechslungsreich und herausfordernd. Die Stimmung in der Küche ist toll und es macht Spaß, gemeinsam die perfekten Gerichte zuzubereiten.

Warum ist Koch ein toller Beruf?

Natürlich ist der Arbeitsalltag eines Kochs ein bisschen härter und man muss viel arbeiten. Aber die Bedingungen haben sich sehr gebessert, die Arbeitszeiten sind flexibler und der Beruf entwickelt sich in eine gute Richtung. Vor allem junge Talente werden sehr gefördert und können viel erreichen, weltweit arbeiten und viel erleben.

Was nimmst du dir für die Zukunft vor?

Als Nächstes möchte ich gerne ins Ausland gehen und Erfahrungen in anderen Küchen machen. Natürlich wäre es toll, irgendwann selbst Küchenchef zu sein. Vielleicht habe ich auch mal ein eigenes Restaurant.

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 Quelle: Lehre und Fachkräfte in Tirol 2019, Text: Katharina Wildauer

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